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Pressestimmen...


BNN 2013-07-17: Stilsicheres Gespür für Nuancen

Die Big-Band des KIT spielte im Festsaal des Studentischen Kulturzentrums

Zu einem Abend mitreißender Big-Band-Arrangements luden die Big-Band des KIT und ihr Gründer und Band-Leader Günter Hellstern in den Festsaal des Studentischen Kulturzentrums. Durch die Überredungskunst von funkig-groovenden Bläsern, einem swingenden Pianisten, einer hübsch jaulenden Gitarre und einer deftig treibenden Rhythmusgruppe ließen sich, trotz des schönen Biergartenwetters, dann doch zahlreiche Gäste zum Kommen bewegen. Kein Wunder, ist das Ensemble doch für seine unterhaltsamen und durchaus musikalisch anspruchsvollen Darbietungen bekannt. Wie schon bei den letzten Konzerten hatte man sich auch diesmal der stimmlichen Unterstützung von Marianne Martin und Rafiandi Giri versichert. Einer Unterstützung, die sich, etwa im 'Moondance' oder in Mousse-T's Hit 'Horny', durchaus gelohnt hat. Marianne Martin besitzt eine starke Stimme, die sie druckvoll und mit einer ordentlichen Portion Feeling einzusetzen weiß. Rafiandi Giris Stimme ist von anderem Charakter, besitzt zwar nicht unbedingt eine große Gewalt, dafür aber hat er ein stilsicheres Gespür für feine Nuancierungen und das Auskosten von Dissonanzen und metrischen Konflikten. Ein Talent, das in dem bekannten Song 'Moonlight in Vermont' von John Blackburn und Karl Suessdorf und Marvin Gayes 'What's Going On' besonders schön zu Tage trat. Die Big-Band erwies sich hierbei als ein wunderbares Begleitorchester mit der Fähigkeit zu fast schon impressionistischen Klangschwelgereien. Aber auch sonst wurde vor keinem Stil halt gemacht. Da gehörten ein Marching-Rock wie 'A Few Good Men', Latin-Nummern wie 'Mis abuelos' oder Charly Niessens Chanson 'In dieser Stadt', den meisten wohl eher durch Hildegard Knef bekannt, wie Henry Mancinis 'It Had Better Be Tonight'. Und um den Vorwürfen zu entgehen, man beachte die Swing-Klassiker zu wenig, war auch eine Benny-Goodman-Nummer im Programm, das elegante 'Christopher Columbus' in einem technisch und musikalisch herausfordernden Arrangement von Bob Mintzer. Natürlich ließ das begeisterte Publkum das Ensemble nicht ohne einen ausgiebigen Zugabenteil von der Bühne. Man darf sich schon auf das nächste Konzert freuen.

(BNN: Jens Wehn)

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