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Pressestimmen...


BNN 2013-02-05: Mondlicht, Mondtanz und Karibik

Ein Abend der guten Unterhaltung: Semesterkonzert der KIT-Big-Band

Das Konzert der KIT-Big-Band zum Semesterabschluss ist mittlerweile eine Tradition. Auch diesmal kamen zahlreiche Freunde gepflegter Arrangements in den Festsaal des Studentenhauses, um sich gute zwei Stunden lang unterhalten zu lassen. Und für gute Unterhaltung ist das vom Gründer und Bandleader Günter Hellstern geleitete Ensemble bekannt. Zahlreiche Konzerte, die die Big Band auch nach Südafrika, Ungarn oder zum berühmten Jazzfestival nach Nontreux führten, können als Indiz gelten. Den Beweis aber muss man bei jedem Auftritt aufs Neue erbringen, und er wurde erbracht. Mit einem ordentlich kompakten und knackigen Sound empfing die Big Band ihre Gäste. Einen Sound, den Günter Hellstern in seiner langen Arbeit geformt hat und manchmal schon ins impressionistische gehende Klangmalereien erlaubt. Diesmal aber überzeugte man eher mit einer Reihe swingender Nummern. Etwa Benny Goodmans "Christopher Columbus", das man in einem Arrangement von Bob Mintzer spielte. So wurde der Swing in modernere Zeiten transportiert. Ebenso geschah es mit der klassischen Crooning-Nummer "Moonlight in Vermont". Hier wurde das Tempo gestrafft - dies gab dem Sänger Rafandi Giri die Gelegenheit, die alte Nummer zu entschlacken. Überhaupt hatte man sich mit Giri und seiner Kollegin Marianne Martin, die schon öfter für die KIT-Big-Band sang, zwei doch recht gegensätzliche Vokalisten eingeladen. Legte Giri offensichtlich mehr Wert auf eine stilistisch knappe Singweise, so legte sich Marianne Martin betont lustvoll ins Zeug. Was Nummern wie Van Morrisons "Moondance" oder der letzten Nummer des offiziellen Teils, Mousse T's "Horny", sehr entgegenkam. Doch zuvor feierte die Band so manches Glanzstück ab, das auch die instrumentalen Fähigkeiten erhellte. Etwa der "Goblin Groove", eine Komposition des Ensemblesaxofonisten David Bermbach. Ein metrisch kniffliges Stück, das auf irischer Musik beruhte und von Hellstern als "Celtic-Fusion" beschrieben wurde. Dass das Ensemble auch im Latin-Jazz zu Hause ist, konnte man an der wunderbaren Nummer "Caribe" des Jazzers Michel Camilo erkennen. Selbstverständlich ließ das Publikum die KIT-Big-Band nicht ohne ausgiebige Zugabe von der Bühne.

(BNN: Jens Wehn)

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